Reifen

Allgemein zu den Reifen

Immer wieder tauchen die gleichen Fragen zu den Reifen auf: was kostet der, wie lange hält der, wie haftet der u.s.w. Das sind aber alles Fragen die sich nie zu 100% beantworten lassen, es kann immer nur eine tendenzielle Aussage zu den Eigenschaften eines Reifen getroffen werden.

  • Haltbarkeit: Ist von vielen Faktoren abhängig deren Zusammenspiel dann eine „persönliche„ Laufleistung ergeben. Der Reifen selber, Gummimischung, Profil, Auslegung durch den Hersteller. Dazu kommen dann die persönlichen Faktoren, wie Fahrstil, Gewicht(Fahrzeuggewicht, Fahrer, Sozia, Gepäck), Beschaffung der Strasse)
  • Kosten: Man kann den Preis von den angeboten Reifen betrachten und sie dann untereinander vergleichen, was ja vom Ansatz her nicht falsch ist, aber das Preis-Leistungsverhältnis(Leistung hier in Bezug auf Laufleistung) nicht korrekt darstellt. Will man das einigermassen vernünftig beurteilen, kann man sich einen kleinen Preis-Leistungs-Index zusammenbasteln. Das ist nicht weiter schwer, es werden einfach die gefahren Kilometer pro Euro ausgerechnet (gefahrene Kilometer: Reifenpreis). Sprich: kostet ein Reifen 100,-€ und hält 10000km, schaffe ich 100km pro 1,-€. So kann man dann die Reifen doch etwas reeller beurteilen.
  • Eigenschaften der Reifen: Jeder Reifen hat seinen eigenen Charakter, es gilt nur herauszufinden welcher den der Richtige für sich selber ist. Es gibt |heute von den Markenherstellern keine schlechten Reifen mehr, das kann und will sich niemand mehr leisten. Durch Erfahungswerte anderer und Testberichte kann man seine Auswahl eingrenzen, aber jeder sollte 2-3 verschiedene Reifen selber testen. Einfach um die Unterschiede kennen zu lernen und so den optimalen Reifen für sich zu finden.
  • Reifenwahl:Bei der Wahl des richtigen Reifen gilt es erstmal seine eigenen Fahrgewohnheiten zu betrachten, wo fahre ich und auf welche Eigenschaften des Reifens lege ich besondern Wert. Soll der Reifen z.B bei Nässe besonders gut sein, Fahre ich viel Offroad u.s.w., jeder hat auch ein anderes Fahrgefühl. Der Preis alleine ist keine guter Ratgeber. Fahrer, Motorrad und Reifen müssen zusammen passen, Motorrad fahren soll ja auch Spass machen.

FAZIT: Jeder muss Seinen Reifen finden, es können nur Empfehlungen ausgesprochen werden

Hier sind meine persönlichen Erfahrungen mit XT660Z Metzler Tourance der Reifen war beim Kauf des Fahrzeugs montiert und schon relativ weit runter gefahren. Bei der Probefahrt war er wohl mit für das leicht eckige Fahrverhalten des Motorrad´s verantwortlich. Was sich aber mit dem wechsel des Lenkkopflagers und der Anpassung das Luftdruckes neutralisierte. Ich habe den Reifen ca 1000km auf der Ténéré gefahren, leider nur im trockenen, dort zeigte aber keine weiteren Auffälligkeiten. Viele sind von dem Reifen bei Nässe nicht so begeistert, das gilt aber vornehmlich nur auf der XT660Z, auf anderen Motorrädern sind mir Beschwerden diesbezüglich nicht bekannt. Laufleistung: keine Angaben da nur 1000km gefahren Michelin T63 Kilometerstand ca.240000 eigentlich mein Lieblingsreifen, auf meine XT600Z(1VJ) kommt nichts anderes, auf der XTZ750 war der T63 vorn und der Michelin Dessert hinten die perfekte Kombination in Sachen Haltbarkeit, der Dessert war bei Nässe mit Vorsicht zu geniesen, aber wenn man es weiss stellt das kein Problem dar, Laufleistungen jenseits der 10tkm waren die Regel. Leider gibt es den Dessert nicht mehr in 17Zoll, bei der Suche nach Alternativen bin ich auf den Mitas E09 gestoßen,  welcher dann den Dessert hinten ersetzte und auch eine würdige Nachfolge antrat. Weiter zum T63, lieferbar in den passenden Grössen für die XT660Z ist er, leider gibt es keine Freigabe ab Werk, so das er von einem wohlgesonnen und verständnisvollen Prüfer in die Papiere eingetragen werden sollte. Ich habe den Reifen kurz vor einer zehn Tage langen Tour aufgezogen. Bei normaler Fahrweise  auf der Strasse gab es nichts zu beanstanden, ebenfalls bei Nässe machte er wie gewohnt, eine gute Figur für einen Stollenreifen. Beim Pässe fahren in den Dolomiten und forcierter Gangart, zeigte er doch deutlich, dass er dafür nicht gebaut war. Erstens war ein deutlicher Verschleiß erkennbar und wenn man die Passe sehr zügig anging wurde er sehr heiss. Sehr deutlich merkte ich das am Grödner Joch, ab etwa zwei Drittel des Passes begann der Reifen wegzuschmieren, was er aber sehr gutmütig tat. Also Tempo raus und nach ein paar Kehren war alles wieder in Butter. Allerdings bemerkte ich bei einer kleinen Pause oben am Pass, einen leichten Gummigeruch, bei näherer Betrachtung war die Ursache gleich erkannt, es lagen lauter Gummiteilchen vom Reifen auf dem Auspuff. Ein paar Schotterwege sind wir dann in Slowenien auch noch gefahren, da war er eher in seiner Welt, das meistert er, wie erwartet sehr souverän und sicher. Fazit: Nach einer Laufleistung von 3500 waren noch 3mm Restprofil vorhanden, was nicht ganz meine Erwartung erfüllte. Bei gezügelter Gashand und ohne Pässe jagen sollte eine Laufleistung von 4500-6000km machbar sein. Der Motor und die Bremse der XT660Z  sind doch eine andere Liga, wie die der XT600 und XTZ750, was man dem Reifen doch deutlich am Verschleiß anmerkt. Der T63 passt beim Offroad  fahren sehr gut zur 660er und wird für diese Einsätze mein Favorit bleiben, auch für den Rest ist gut zu gebrauchen, nur für das Pässe fahren mit gespannter Gashand sollte man sich eine Alternative suchen. Bilder vom T63: T63-verbraucht T63-verbraucht-001 T63-verbraucht-002 Mitas E09 Explorer Kilometerstand 27600 Reifen aufgezogen Da ich gute Erfahrungen mit dem E09 von Mitas gemacht habe bekommt er natürlich seine Chance auch auf der XT660Z. Für diesen Reifen, auch in der Dakar Ausführung gibt es Freigaben von Mitas. Die Freigabe beinhaltet auch die 140er Reifengröße für hinten. Alles weitere dann wenn er runter ist;))) Ist er bis jetzt noch nicht wirklich. Wird aber jetzt nur noch für wirkliche Offroadeinsätze verwendet. FAZIT Mitas.

  • brauchbare Strasseneigenschaften
  • bei Nässe sollte man sich etwas zurücknehmen, da wird er leicht rutschig, vor allem wenn es nur feucht ist
  • bei Geschwindigkeiten ab 120km/h fing das Vorderrad an zu pendeln, was aber innerhalb der ersten 1000km auf 140km/h verschob
  • Offraodeigenschaften sind nicht ganz auf dem Niveau des T63 aber durchaus akzeptabel
  • Laufleistung Vorderrad wahrscheinlich 5-6000km, Hinterrrad wahrscheinlich 8000km (das sind Vermutungen auf Grund des Zustandes des Reifens nach 2100km)

Heidenau K60 Scout Kilometerstand 29700 Die Mitas sind zwar noch noch aufgezogen, auf den originalen Rädern. Dich für für jedes Motorrad einen zweiten Radsatz hatte, einen mit Stollenreifen sowie einen für die Strasse. War es für die „Z“ auch Pflicht. Nach längeren Überlegungen habe ich mich für den Heidenau K60 Scout entschieden. Er hat ein gutes Preis-Leistungsverhältniss und soll doch einige Kilometer halten. Außerdem kann man mit dem Reifen auch Offroad noch einigermaßen gebrauchen.

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