GPS

Die Verwendung von Navigationsgeräten auf dem Motorrad ist immer wieder Thema in Foren oder auf dem Motorradtreffen. Am Anfang sollte dazu gesagt werden: es wird nie das perfekte Gerät geben, was alle gleichermaßen befriedigt, jeder hat  andere Vorstellungen von der Bedienung, Funktionen, Aussehen u.s.w., allerdings sollte man sich vor dem Kauf Gedanken darüber machen, was ich mit dem Gerät alles anstellen will, meist kommt dass große AHA-Erlebnis, ob nun positiv oder negativ, erst während der Verwendung des Gerätes. Auch sollte der Preis nicht das Hauptargument für einen Kauf darstellen, das ist ein schlechter Berater. Die Schwerpunkte liegen bei einen Motorradnavi, doch etwas anders als bei einem für das Auto.

Was sollte ich beim Kauf beachten:

  • gibt es für das Gerät eine vernünftige Motorradhalterung
  • wie ist die Stromversorgung gelöst, wenn möglich nicht gerade mit USB (sind nicht Wasserfest, kein einrasten der Stecker in der Buchse, nicht sonderlich stabil)
  • Das Gerät sollte wenigstens Spitzwassergeschütz sein
  • ist das Display bei starker Sonneneinstrahlung noch zu erkennen
  • was für Möglichkeiten der Routenplanung habe ich am Gerät und am PC(Software)
  • kann ich alternatives Kartenmaterial laden (Openstreetmap?)
  • welches Kartenmaterial ist Hersteller seitig verfügbar
  • habe ich eine Trackfunktion
  • kann ich GPS-Koordinaten eingeben
  • brauche ich einen Audioausgung (Klinkenstecker/Bluetooth) für Sprachanweisungen
  • wie ist Bedienbarkeit mit Handschuhen
  • welche Funktionen bietet das Gerät noch, welche brauche ich
  • kenne ich vielleicht jemanden der sich mit meinem Wunschgerät schon auskennt, welcher mir auch weiterhelfen kann

Es wird natürlich nicht jeder alles brauchen, aber es sind auf jeden Fall Punkte wo drüber nachgedacht werden sollte.

Es gibt viele Gründe die für einen Verwendung von Navigationsgeräten auf dem Motorrad sprechen, viele sagen auch das sie lieber mit Karten fahren, da wäre wenigstens noch etwas Abenteuer dabei. Ist ein Argument, aber es ist auch abenteuerlich, wenn man bei einer Tour schon fast den dritten Auffahrunfall hatte, nur weil man versucht sich auf der Karte zurecht zu finden und einfach keine Lust hat an jeder Kreuzung anzuhalten.

Ich jedenfalls halte es so: bevor es auf Tour geht, nehme ich mir abends eine halbe Stunde Zeit für ein Tourenplanung, sprich mit Karte und PC(es geht auch am Navi auf dem Zeltplatz). Es werden grob ein paar wichtige Wegpunkte festgelegt, anhand dieser Punkte wird dann die Route berechnet. Diese Route dient dann während der Fahrt als Anhaltspunkt, was ich dann daraus mache, steht dann auf einem anderen Blatt. Es heißt ja nicht, nur weil ich etwas geplant habe, muss ich das auch stur abfahren.

Ich persönlich bin ja Anhänger der Garmingeräte. Garmin hat die größte Erfahrung, ist am längsten am Markt, von daher gibt es für diese Geräte auch die meisten  Sachen im Netz und eine sehr große Nutzergemeinschaft. Wobei man sagen muss, das perfekte Gerät wird es nie geben! Nur Geräte in der Summe ihrer Eigenschaften dem Nutzervorstellungen am nächsten kommen.

Online-Tourenplaner 

OSM-Karten für Garmin-Geräte

Wer stand nicht schon vor dem Problem, kurz vor einer Tour stellt man fest, dass die passenden Karten für das Navi fehlen oder nur rudimentär vorhanden sind. Man hat da verschiedene Möglichkeiten das Problem zu lösen. Die einfachste aber meistens auch Kosten intensivste ist das Update der vorhanden Karten, mit der Hoffnung das die Abdeckung jetzt besser geworden ist, kann sein muss aber nicht. An Kartenupdate für Europa kostet bei Garmin ca. 120,-€.  Wer Glück hat, besitzt ein LifeTime-Update, da gibt es alle vier Monate neue Karten. Das sollte jeder abschließen, der ein neues Garmin-Gerät erwirbt, vor allen wenn die Geräte sich in den höherpreisigen Regionen bewegen und auch eine Zeit lang genutzt werden sollen.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, entsprechende Karten bei alternativen Anbietern zu erwerben. Was natürlich auch nicht umsonst ist.

Drittens kann man den Fundus von OSM(OpenStreetMap) Karten verwenden. Das birgt im wesentlichen zwei Vorteile, es ist kostenlos und ist sofort verfügbar, so kann man es erst mal testen und entscheiden ob es den eigenen Ansprüchen genügt  .Es gibt es auch einige, nicht ganz unwichtige, Dinge zu beachten.

  • Ballungszentren haben meistens eine bessere Abdeckung, wie die ländlichen Gegenden
  • die Adresssuche funktioniert nicht immer
  • die Projekte sind oftmals für spezielle Anwendungen optimiert(Mountenbike,Wandern u.s.w)
  • das gilt auch für die Routingfunktion, soweit sie vorhanden ist
  • die Integration in MapSource ist kompliziert, wenn kein Installer  mit geliefert wird

Von diesen Punkten ausgehend, sollte in der Auswahl der richtigen Karten die entsprechende Gewichtung liegen, um den Überraschungseffekt unterwegs gering zu halten.

Eine Übersicht von OSM-Projekten findet ihr hier: KLICK

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