Lenkkopflager

Nachdem viel über das Lenkkopflager und den frühzeitigen Defekt geschrieben und gesagt wurde, habe ich heute die Gabel ausgebaut um den Zustand zu kontrollieren. Nach dem ich die Gabelholme und alle Anbauteil entfernt hatte, befand sich nur noch die Gabelbrücken am Motorrad. Bei testen der Leichtgängigkeit war schon eine zu bemerken das dass Drehen der Gabelbrücken nur mit etwas Kraftaufwand möglich war. Beim Ausbau der Gabelbrücken zeigte sich dann das Dilemma, was schon voraus zusehen war. Yamaha hatte die Fettmenge so minimal bemessen, das Schäden nicht ausbleiben. Das Fett hat ja nicht nur eine schmierende Funktion, sondern dient auch dem Korrosionsschutz. Das ist hier das Hauptproblem. Die Lager werden nicht ausreichend vor Feuchtigkeit geschützt, der auftretende Rost schädigt die Lagerringe, so das kleine Ausbrüche entstehen und das Lager nicht mehr sauber läuft. Außerdem nimmt das Fett soviel Schmutz auf, dass es seine Schmierfähigkeit verliert und das Lager schwergängig wird. Alles zusammen führt dann zu einen schlechten Fahrverhalten.

Jochrohr gleich nach nach dem Ausbau

Kaum Fett und beginnende Korrosion

Im unteren Lager sitzt auch schon der Rost


Oberes Lager, auch fast kein Fett vorhanden

Auch die Lagerschale unten ist schon schön rot

Nach dem saubermachen der Lagerschale werden die Beschädigungen sichtbar.

Fazit: das muss alles raus und neue Lager eingebaut werden.

Update: 03.11.2011: Die Lager sind getauscht. Die Kegelrollenlager sind Normgrößen. Der Ein-und Ausbau gestalten sich wie bei jeden anderen Motorrad auch, nur der Ausbau des unteren Lagers geht nicht ganz so leicht von der Hand. Der Grund dafür liegt in der realtiv kleinen Fläche die man hat um das Lager auszutreiben. Bei den meisten Motorräder befinden sich zwei kleine Nuten am Lagersitz um den Dorn sauber ansetzen zu können. Diese fehlen hier (ich weiß nicht ob Yamahe hier wieder gespart hat), so das man nur ca 0,3-0,5mm am Lagerring hat, um den Dorn anzusetzen.  Das hat mich dann auch etwas verägert, nach dem ich verschiedene Varianten ausprobiert habe und der Lagerring sich nicht bewegen wollte.

Funktioniert hat es dann mit einer großen scharfkantigen Edelstahlscheibe (ca.60mm Ø/5mm dick) die ich auf eine Gewindestange geschaubt habe und die Auflagefläche so vergrößerte das ein sauberes Ansetzten zum austreiben das Lagerringes möglich war.

Es empfiehlt sich den unteren Lagerring zu erst auszubauen, so ist der obere Lagersitz noch etwas vor Beschädigung geschützt.

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